Stadtratsfraktion BfZ / GRÜNE

              Unsere Leidenschaft ist Zwickau

Liebe Zwickauerinnen und
liebe Zwickauer,

liebe Freundinnen und Freunde unserer Stadt,

an den Sommer 2018 werden wir uns wohl noch länger erinnern. Oder doch nicht? Gut möglich, dass monatelange Hitze und Trockenheit künftig Normalität sein werden. Aber auch Starkregen mit Überschwemmungsgefahr dürfte künftig wohl weit häufiger auftreten als wir das gewohnt waren. Der Klimawandel ist auch in der Stadt Zwickau angekommen. Das hat Folgen für jede und jeden von uns, in fast allen Lebensbereichen.

Die Stadt Zwickau reagiert bereits seit mehreren Jahren auf die Entwicklung. 2015 wurde das Ingenieurbüro Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz Jena mit Erarbeitung der Grundlagen einer detaillierten Klimaanpassungsstrategie beauftragt, die seit Herbst 2016 vorliegt. Stadtteilbezogen wird dargelegt, welche klimatischen Entwicklungen zu erwarten sind und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.

Im Februar 2018 wurde die Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie durch den Stadtrat bestätigt. Egal ob Verkehrsentwicklung, Wohnungsbau, Flächennutzungsplanung, Grünordnung, Wasserwirtschaft…, praktisch alle Bereiche der Stadtentwicklung werden künftig durch die Klimaanpassungs-strategie beeinflusst. Ihre Fortschreibung und konsequente Umsetzung ist für die Menschen in Zwickau im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig. Es braucht deshalb starke Kräfte im Rat, die darauf achten, dass Theorie und Praxis nicht zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Die Fraktion BfZ/GRÜNE achtet darauf, dass die notwendigen Anpassungen an die klimatischen Veränderungen den erforderlichen Stellenwert erhalten, auch wenn es mal Geld kostet oder Interessenkonflikte auftreten.

Die Tage werden bereits merklich kürzer und die Herbstkühle beendet das große Schwitzen. Aber die Erderwärmung geht auch weiter, wenn es irgendwann mal wieder schneit. Wir sind gut beraten, das nicht zu vergessen.


September 2014

Liebe Zwickauerinnen und Zwickauer

Sie haben uns, den gewählten Vertretern der BfZ und der GRÜNEN, für die aktuelle Legislaturperiode den Auftrag gegeben, im Zwickauer Stadtrat unser aller Zukunft mitzugestalten. Um diese Aufgabe optimal erfüllen zu können, haben wir uns zur Fraktion BfZ / GRÜNE zusammengeschlossen. Das war nicht nur sinnvoll, weil wir in den meisten kommunalpolitischen Zielsetzungen übereinstimmen. Wir konnten dadurch auch erreichen, dass wir in allen Ausschüssen des Rates und einigen weiteren wichtigen Gremien, wie Aufsichtsräten, vertreten sind.


Wie die praktische Arbeit schnell zeigte, ist die derzeitige Zusammensetzung der Fraktion und ihres Umfeldes ein Glücksfall. Die Fähigkeiten und Erfahrungen der Einzelnen ergänzen sich hervorragend, so dass die Fraktion insgesamt sehr produktiv und unter Beachtung der Mehrheitsverhältnisse auch erfolgreich arbeitet.

Unsere Aufgabe sehen wir, neben der Diskussion zahlreicher Verwaltungsvorlagen und der jährlichen Haushaltsplanung, vor allem in der Förderung der Weiterentwicklung Zwickaus als Oberzentrum. Das umfasst die Sanierung der städtischen Bausubstanz genau so, wie die Erhaltung der kulturellen Bedeutung des Theaters, die Belebung der Zwickauer City, die Verbesserung der Angebote für Jugendliche oder auch die Erhöhung der Attraktivität des Nahverkehrs. Diese und viele weitere Themen werden uns bis zum Ende der Wahlperiode intensiv beschäftigen.  

Wir wollen aber nicht unter uns bleiben und wichtige Entscheidungen im „stillen Kämmerlein“ vorbereiten. Lassen Sie uns vielmehr  gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern von Zwickau, die Zukunft der Stadt gestalten und auch schwierige Zeiten meistern!


Ihre Fraktion BfZ / Grüne in Zwickau

Neuigkeiten


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26.10.2016

Straßenbahnanbindung: Kaserne – Bahnhof – Kaserne

Die Straßenbahn gehört schon 122 Jahre zu Zwickau. Soll diese Tradition nun wirklich Stück für Stück ein Ende finden? Es verstärkt sich der Verdacht, beginnend mit der Strecke zum Bahnhof, dass der Bereich Bus des ÖPNV bestrebt ist, seinen Busbetrieb zum Nachteil der Straßenbahn zu erweitern. Nutzen, Tradition und Verbundenheit der Zwickauer mit ihrer Straßenbahn wird missachtet. Die großen Vorteile der Straßenbahn für Ältere und körperlich eingeschränkte Einwohner sowie Gäste der Stadt werden ignoriert.

Durch günstige Umstände, wie Europäische Fördermittel (EFFRE Programm) für die Bahnhofsvorstadt, die anstehende Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, den bereits in Vorbereitung befindlichen Neubau der Brücke über den Marienthaler Bach, die Möglichkeit einer sehr großen Fördermittelzuweisung und vielen weiteren günstigen Bedingungen, hat die Stadt eine einmalige Chance zur wirtschaftlichen und streckenseitigen Verbesserung.

Was ausserdem für die Straßenbahnanbindung spricht :

Entfall der extra Nahverkehrs-Bedienung des Bahnhofes und der Bahnhofsvorstadt. Sprich, derzeitiges strahlenförmiges Netz. Das Gebiet und der Bahnhof werden in das bestehende Stadt-/Straßenbahnnetz (dann ein großer Ring) eingebunden. Fahrzeitverlängerung zwischen Krankenhaus und Stadtzentrum (nach Aussage der Fachleute) nur 2 bis 3 Minuten. In Verbindung mit einem zusätzlichen Gleisbogen am Neumarkt erfolgt ein Ringschluss.

Die Nahverkehrsanbindung des Bahnhofes zum Klinikum und zur Paracelsus Klinik wird wesentlich verbessert. Anreisende Krankenhausbesucher des erweiterten Umlandes mit der Vogtlandbahn, Erzgebirgsbahn und S-Bahn (z.B. aus Richtung Chemnitz) können durch die Taktung und direkte Verbindung ohne schwieriges Umsteigen in die Kliniken gelangen. Dies führt in der Folge zur verstärkten Nutzung dieser Nahverkehrsanbindung und zu einer Reduzierung des PKW-Verkehrs im Stadtbereich. Gleichzeitig kann eine Entschärfung der Parkplatzsituation im jeweiligen Klinikbereich erzielt werden.

Erlangung einer wesentlichen Aufwertung des Gebietes um die Bahnhofstraße. Das Gebiet wird mit einer durchgängigen Anbindung und Streckenbedienung für altersgerechtes Wohnen und Handel verstärkt interessant. In diesem Gebiet sind viele Ansiedlungsmöglichkeiten vorhanden. Auch für den Um- und Ausbau von Wohnhäusern ist dort erhebliche Kapazität vorhanden.

Die ständige Einbindung in das städtische Straßenbahnnetz ist gleichermaßen für Flugreisende außerordentlich wichtig. Durch die Anbindung Zwickaus als S-Bahnverbindung zum Leipziger Flughafen ist ein wachsender Bedarf an mehrtägigen Parkmöglichkeiten entstanden.

Für Pendler zwischen Leipzig und Gera (Studenten, bereits jetzt schon zum Arbeitsplatz nach Leipzig pendelnde Zwickauer) ist die durchgängige Bedienung des Bahnhofes ein Faktor zur Wohnortentscheidung.

Diese S-Bahnanbindung an den Leipziger Flughafen wird ebenfalls für Hotelinvestoren interessant. Bei der Ansiedlung eines Hotels ist die Verbindung zum Stadtzentrum ein gewichtiger Faktor. Die Hotelgäste wollen unkompliziert und schnell mal das Stadtzentrum besuchen. Interessenten für Kulturveranstaltungen in Zwickau suchen Übernachtungsmöglichkeiten. Sie wollen ebenfalls schnell und unkompliziert zu den jeweiligen Veranstaltungsorten gelangen.

Das Gebiet des Bahnhofgeländes wird damit auch für andere Investoren (z.B. Parkhausbetreiber) interessant.

Desweiteren ist die Zukunft des ehemaligen Kasernengeländes hier mit in Betracht zu ziehen. Durch die kurze Anbindung an den Bahnhof kann dort ebenfalls eine positive Wirkung auf zukünftige Investitionen entstehen. Zum Beispiel könnte dort eine größere Bildungsstätte in Betracht kommen.

Durch den Wegfall des Streckenabschnittes zwischen Kaserne und Georgenplatz wird eine Verkehrsentlastung dieser stark befahrenen Strecke erzielt. Des Weiteren entfällt der zweite Haltestellenbereich am Georgenplatz.

Beim Vergleich zu entsprechenden Buslinien liegt der Hauptvorteil in der Transportkapazität und Senioren- bzw. Behindertenfreundlichkeit. Für Menschen mit Gehbehinderung und im Alter mit zunehmend schwächerer Standfestigkeit ist die Straßenbahn das sicherste Transportmittel. Die „Daseinsvorsorge“ betrifft auch den Nahverkehr. Dies ist immer mehr Inhalt der staatlichen Regelungen und Empfehlungen für die Gemeinden.

In Spitzenzeiten müssen viele Fahrgäste mit umfangreichem Reisegepäck, Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte (zum Teil mit Rollator) gleichzeitig transportiert werden. Hier hat die Straßenbahn die besseren Transportbedingungen.
Die Straßenbahn ermöglicht den Transport der Fußballfans zum und vom neuen Stadion mit höherer Transportkapazität (evtl. einen Wagon mehr anhängen). Es können auch Polizisten den Transport begleiten. In Bussen können diese nicht zu Randalierern vordringen. In der Straßenbahn geht dies jedoch.

Der Streckenwechsel von der Werdauer Straße zur Bahnhofstraße und damit die direkte und durchgängige Straßenbahn-Streckeneinbindung der Bahnhofstraße sowie des Bahnhofes in ein „durchgängiges Verkehrsnetz“ wird sich außerordentlich positiv auf die Gebietsaufwertung, Gebietsentwicklung und Nutzerzahlen auswirken. Städte, die sich von der Straßenbahn getrennt haben, erklären ihr Bedauern. Andere bauen nach einigen Jahren ihr Netz neu auf. Des Weiteren entspricht dies den Forderungen nach Minderung des CO² Ausstoßes und des vom Stadtrat beschlossenen Verkehrsentwicklungsplanes. Im Fördermittelbereich besteht die Möglichkeit, dass mit der Straßenbahntrasse gleichzeitig eine Straßendirektanbindung von der Reichenbacher zur Werdauer Straße gebaut werden könnte. Durch die gemeinsame Baumaßnahme von Straßenbahn und Straße ergeben sich wesentliche finanzielle Vorteile. Im Falle eines Gesamtprojektes ist eine sehr hohe Fördermittelzuweisung möglich. Gleichzeitig wird eine beachtenswerte Verbesserung der Verkehrssituation erreicht.

Der Fahrgastbeirat FGB hat in einem Brief an die Oberbürgermeisterin u.a. folgende Aussagen getroffen:

„Der Fahrgastbeirat vertritt den Standpunkt, dass für das Oberzentrum Zwickau eine effektive Anbindung des Hauptbahnhofes an das ÖPNV-Netz zwingend erforderlich ist.“

„Ziel und zentraler Bestandteil des ÖPNV-Konzeptes war „die Stärkung der Straßenbahn als Rückgrat des Zwickauer ÖPNV-Systems und die Integration des Hauptbahnhofes in das Netz“. Eine Einstellung der Straßenbahnlinien zwischen Georgenplatz und Hauptbahnhof verringert die Attraktivität des Zwickauer ÖPNV erheblich und ist mit dem beschlossenen ÖPNV-Konzept nicht vereinbar. Wir halten es deshalb für erforderlich, die Planungen für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes unter Beibehaltung der Gleisanbindung schnellstmöglich fortzuführen.“ (Ende der Auszüge) Der ÖPNV-Kongress Freiburg 2015 ist dazu ein gutes Fenster zur derzeitigen Situation.



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