Stadtratsfraktion BfZ / GRÜNE

              Unsere Leidenschaft ist Zwickau

Liebe Zwickauerinnen und
liebe Zwickauer,

liebe Freundinnen und Freunde unserer Stadt

2018 ist vorüber. Für Zwickau war es ein besonderes Jahr, schließlich wird man nur einmal 900 und wir haben das ausgiebig gefeiert. Wie die Stadt wohl aussehen wird, wenn 1000 Jahre Zwickau anstehen? Eine Prognose zu wagen wäre vermessen, schließlich verändern sich die Dinge in einer nie gekannten Geschwindigkeit. Die Wiedervereinigung Deutschlands, die alles durchdringende Entwicklung von Computertechnik und Internet, das deutliche Spürbarwerden der Erderwärmung, die rasch fortschreitende Ersetzung fossiler durch erneuerbare Energien  - das sind Beispiele für Entwicklungen, die innerhalb nur einer Generation unserer Leben drastisch verändert haben. Auch gesellschaftlich ist vieles im Fluss. Die lebenslange Bindung an einen Beruf oder gar einen Arbeitgeber, die beständige Zugehörigkeit zu einer politischen Richtung, einer Kirche, einem Verein, ja sogar einem Ort – sie sind von der Regel zur Ausnahme geworden. Einerseits haben wir so viele Möglichkeiten und Chancen wie noch nie. Andererseits scheinen Verlässliches und Stabilität immer mehr aus unserem Leben zu verschwinden. Auch das Auseinanderdriften sozialer Schichten beschleunigt sich. Das verunsichert und weckt Ängste. Wenn wir dann auch noch auf ungewohnt viel Fremdes treffen, von dem wir nicht wissen, welche Auswirkungen es auf unser Leben haben könnte, dann liegen bei Etlichen die Nerven blank.

Politische Scharlatane saugen aus dieser Gemengelage Honig, auch in unserer Stadt. Sie behaupten das Volk zu sein und suggerieren den Menschen, es gäbe für all die komplizierten Probleme ganz einfache Lösungen. Fakten interessieren sie nur dann, wenn sie ihre Thesen zu stützen scheinen. Ansonsten nähren sie sich vor allem von Ängsten und Emotionen. 2019 wird auf europäischer, Landes-, und Kommunalebene gewählt. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass populistische Kräfte alles daransetzen werden, um an Einfluss zu und vielleicht sogar realer Macht zu gewinnen. Wo immer dies nennenswert gelang, kennt die Geschichte am Ende nur zwei Ergebnisse: Chaos und Rückschritt oder Diktatur und Leid. Vor beidem möge Zwickau verschont bleiben.

Der Lauf der Welt lässt sich nicht aufhalten und schon gar nicht zurückdrehen. Aber er lässt sich in einer Weise gestalten, dass wir keine Angst davor haben müssen. Kommunalpolitik kann dies nur im Kleinen. Aber gerade ihre Entscheidungen spüren Sie als Bürgerinnen und Bürger tagtäglich hautnah. Deshalb sollte es Ihnen nicht egal sein, wer im Zwickauer Stadtrat sitzt. In nicht einmal 6 Monaten werden diesbezüglich die Karten für die nächsten fünf Jahre neu gemischt. Zwickau hat es verdient, dass sich Menschen um seine Geschicke kümmern, die an eine gute Zukunft dieser Stadt glauben und sich dafür ins Zeug legen. Zwickau braucht keinen Pessimismus und erst recht keinen Radikalismus um seine Probleme zu lösen. Was nottut ist Kreativität, Transparenz und weiteres bürgerschaftliches Engagement. Die Fraktion Bürger für Zwickau / GRÜNE wird auch die letzten Monate der laufenden Amtsperiode nutzen, um die Rahmenbedingungen für diese Triebkräfte verbessern zu helfen. Und natürlich möchten wir dies auch gern noch länger tun. Inwieweit dies möglich sein wird, liegt ganz bei Ihnen.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes erfolgreiches und lebensfrohes Jahr 2019

September 2014

Liebe Zwickauerinnen und Zwickauer

Sie haben uns, den gewählten Vertretern der BfZ und der GRÜNEN, für die aktuelle Legislaturperiode den Auftrag gegeben, im Zwickauer Stadtrat unser aller Zukunft mitzugestalten. Um diese Aufgabe optimal erfüllen zu können, haben wir uns zur Fraktion BfZ / GRÜNE zusammengeschlossen. Das war nicht nur sinnvoll, weil wir in den meisten kommunalpolitischen Zielsetzungen übereinstimmen. Wir konnten dadurch auch erreichen, dass wir in allen Ausschüssen des Rates und einigen weiteren wichtigen Gremien, wie Aufsichtsräten, vertreten sind.

Wie die praktische Arbeit schnell zeigte, ist die derzeitige Zusammensetzung der Fraktion und ihres Umfeldes ein Glücksfall. Die Fähigkeiten und Erfahrungen der Einzelnen ergänzen sich hervorragend, so dass die Fraktion insgesamt sehr produktiv und unter Beachtung der Mehrheitsverhältnisse auch erfolgreich arbeitet.

Unsere Aufgabe sehen wir, neben der Diskussion zahlreicher Verwaltungsvorlagen und der jährlichen Haushaltsplanung, vor allem in der Förderung der Weiterentwicklung Zwickaus als Oberzentrum. Das umfasst die Sanierung der städtischen Bausubstanz genau so, wie die Erhaltung der kulturellen Bedeutung des Theaters, die Belebung der Zwickauer City, die Verbesserung der Angebote für Jugendliche oder auch die Erhöhung der Attraktivität des Nahverkehrs. Diese und viele weitere Themen werden uns bis zum Ende der Wahlperiode intensiv beschäftigen.  

Wir wollen aber nicht unter uns bleiben und wichtige Entscheidungen im „stillen Kämmerlein“ vorbereiten. Lassen Sie uns vielmehr  gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern von Zwickau, die Zukunft der Stadt gestalten und auch schwierige Zeiten meistern!


Ihre Fraktion BfZ / Grüne in Zwickau

Neuigkeiten


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14.11.2015

Stellungnahme zur Straßenbahnanbindung Kaserne – Bahnhof – Kaserne und Bahnhofstraße

Unabhängige Wählervereinigung „Bürger für Zwickau“

Stellungnahme zur Straßenbahnanbindung

Kaserne – Bahnhof – Kaserne und Bahnhofstraße

Die Unabhängige Wählervereinigung plädiert für die Umverlegung der Straßenbahn Hauptstrecke von der Werdauer Straße zur Bahnhofstraße bzw. zum Bahnhof. Das Gebiet und der Bahnhof muss in das bestehende und durchgängig befahrene Straßenbahnnetz eingebunden werden. Es ist ein anderes Fahren, es ist eine andere Qualität als mit Bussen.

Der Streckenwechsel von der Werdauer- zur Bahnhofstraße und damit die direkte und durchgängige Straßenbahn-Streckeneinbindung der Bahnhofstraße sowie des Bahnhofes in das „durchgängige Verkehrsnetz“ wird sich außerordentlich positiv auf die Gebietsauf-wertung, Gebietsentwicklung und die Nutzerzahlen auswirken. Dies ist ein wichtiger Wirtschaftsförderungsfaktor. Städte die sich von der Straßenbahn getrennt haben, erklären ihr Bedauern.
Des Weiteren entspricht dies den Forderungen nach Minderung des CO2 Ausstoßes und des, vom Stadtrat beschlossenen, Verkehrsentwicklungsplanes. Im Hinblick auf die geplante Einordnung des Bahnhofstraßengebietes in das EFRE Förderprogramm sind die Auswirkungen dieser Trassenführung und der möglichen gleichzeitigen Straßenanbindung ein hervorragendes Entwicklungsprojekt. Im Fördermittelbereich besteht die Möglichkeit, dass mit der Straßenbahntrasse gleichzeitig eine Straßen-Direkt-Anbindung von der Reichenbacher zur Werdauer Straße gebaut werden könnte. Durch die gemeinsame Baumaßnahme von Straßenbahn und Straße ergeben sich wesentliche finanzielle Vorteile. Gleichzeitig wird eine beachtenswerte Verbesserung der Verkehrssituation erreicht.

Unsere Argumente, für diese Streckenführung:

1.Keine „extra“ Nahverkehrs-Bedienung des Bahnhofes und der Bahnhofsvorstadt. Diverse Buslinien wären wieder eine separate und wesentlich unübersichtlichere Bedienung des Bahnhofes. Die Transport-Kapazität und –Qualität wäre eine geringere. Diese CO2 Belastung kann vermieden werden.
2.Die Neu-Schaffung eines O-Busnetzes oder Neuanschaffung von Bussen mit alternativem Antrieb wäre eine finanziell enorme Neubelastung. Durch die kostenintensive Wartung und relativ kurze Laufzeiten der Busse entstehen fortlaufend erhebliche Kosten.
3.Mit dem Wegfall der „separaten“ Streckenbedienung verbessert sich der Anschluss des Bahnhofes und vor Allem des Bahnhofsgebietes. Das hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Betriebskosten. Es wird viele fördernde Impulse für das Wohn- und Gewerbegebiet rund um den Bahnhof und die Bahnhofstraße, bis zur Reichenbacher Straße, geben. Ja, selbst bis zum Schwanenteichgebiet. Im Besonderen werden das Umfeld des Bahnhofes sowie der Bahnhof selbst, für Investitionen, interessant.
4.Beim Vergleich zu entsprechenden Buslinien liegt der Hauptvorteil in der Transportkapazität und Senioren- bzw. Behindertenfreundlichkeit. Für Menschen mit Gehbehinderung und im Alter, mit zunehmend schwächerer Standfestigkeit, ist die Straßenbahn das sicherste Transportmittel. Die „Daseinsvorsorge“ betrifft auch den Nahverkehr. Dies ist immer mehr Inhalt der staatlichen Regelungen und Empfehlungen für die Gemeinden. In Spitzenzeiten müssen viele Fahrgäste mit umfangreichem Reisegepäck, Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte (zum Teil mit Rollator) gleichzeitig transportiert werden. Hier kann mit zusätzlichen Anhängern auf Spitzenzeiten reagiert werden.
5.Die beiden Haltestellen am Georgenplatz könnten auf eine Halte-/Umsteigestelle reduziert werden. Die Umsteigesituation, durch zwei Haltestellen (Auswärtige Besucher haben hier oft große Orientierungsprobleme) könnte entschärft und übersichtlicher werden. Was sich auch positiv auf die Betriebskosten auswirken wird. In Anbetracht der auf uns zu kommenden Auflagen, zum Bau von Behindertengerechten Haltestellen ist die Haltestellenreduzierung auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.
6.Ein ca. Fünfzehnminütiger Takt am Tag und halbstündig bis in die Nachtstunden wird sich auf die Wohn- und Geschäftsentwicklung im Umfeld fördernd auswirken. Auch am Wochenende wird die bequeme und durchgängige Erreichbarkeit des Zentrums mehr Besucher aus dem Umland nach Zwickau locken. Die Straßenbahnlinie bedeutet für Gäste der Stadt eine klare Streckenführung. Sehr viele Gäste äußern: „Da weiß ich „immer“ wo ich ein und aussteigen muss“. Der Nahtlose Übergang zwischen Bahn und Straßenbahn ist auch für viele Konzertbesucher aus dem Umland interessant. Man kann in der „Guten Kleidung“ zu den Kulturveranstaltungen fahren und auch mal entspannt ein Gläschen trinken.
7.Die Nahverkehrsanbindung des Bahnhofes zum Klinikum und zur Paracelsius Klinik würde wesentlich verbessert. Anreisende Krankenhausbesucher des erweiterten Umlandes, mit der Vogtlandbahn, Erzgebirgsbahn und Bundesbahn (z.B. aus Richtung Chemnitz) können durch die Taktung und direkte Verbindung ohne schwieriges Fahrplanstudium sowie umsteigen in die Kliniken gelangen. Dies führt zu einer Reduzierung des PKW-Verkehrs im Stadtbereich. Gleichzeitig wird eine wesentliche Entschärfung und Entlastung der Parkplatzsituation im jeweiligen Klinikbereich erreicht.
8.Eine beachtliche Aufwertung des Gebietes wird auf Grund der durchgängigen Anbindung für Altersgerechtes Wohnen, Handel und Hotelbetreibung erzielt. In diesem Gebiet sind noch viele Ansiedlungsmöglichkeiten vorhanden. Auch für den Um- und Ausbau sowie Neubau von Wohnhäusern ist dort erhebliche Kapazität. Das Interesse für Investoren im Hotelgewerbe wird durch den S-Bahnanschluss merklich erhöht werden. Die Hotelgäste können ebenfalls ohne langes Streckenstudium die Kultur- und Gastronomie Angebote der Stadt erreichen. Sie wollen schnell und unkompliziert zu den jeweiligen Veranstaltungsorten sowie zurück zum Hotel gelangen. Die Erhöhung der Hotelauslastung durch fehlende bzw. unzureichende Hotel Kapazitäten (besonders zu Messezeiten) in Leipzig ist ebenfalls als Faktor zu beachten. Wenn zu den Messen in Leipzig die Hotelkapazität nicht ausreicht oder nur noch Hochpreisige Unterkünfte zu bekommen sind, suchen Gäste alternative Möglichkeiten. (Gera zum Beispiel profitiert davon schon seit vielen Jahren) Auf Grund der sehr günstigen S-Bahn Anbindung können auch wir verstärkt davon profitieren. Dabei ist wiederum die gute Verbindung zum Bahnhof wichtig. Einen Bus muss man suchen. Der Ortsunkundige Fahrgast weiß auch nicht, wo fährt er entlang. Die Straßenbahngleise sind klarer Orientierungspunkt. Die Nähe zum Bahnhof ist ein entscheidender Standortfaktor.
9.Für die Bahnreisenden ist die Zubringerfunktion der Straßenbahn, von den frühen Morgen- bis in die Nachtstunden von großer Bedeutung. Zum Beispiel für Flugreisende ist die durchgängige Erreichbarkeit der S-Bahn von und nach Leipzig bzw. des Bahnhofes von größter Bedeutung. Es ist für einen Teil der Flugreisenden auch wichtig, hier in Zwickau ihr Auto (für die gesamte Reisezeit) unterstellen zu können. Oft ist die Situation der Zubringerbusse ungünstig. Somit erhöht sich der Bedarf an Hotelübernachtungen und Parkplätzen. Doch auch diese Investoren benötigen ein aufgewertetes Umfeld mit einer guten direkten und unkomplizierten Erreichbarkeit des Bahnhofes sowie der Innenstadt. Des Weiteren wird perspektivisch eine nicht ausbleibende Mietsteigerung in Leipzig dazu führen, dass die schnelle Zugverbindung Zwickau als attraktiven Ausweich-Wohnstandort favorisiert. Es gibt bereits jetzt sehr viele Pendler zwischen Leipzig und Zwickau. Das Wohnen in Zwickau und Arbeiten in Leipzig ist schon gelebte Realität. Dabei wird unter anderem die Straßenbahnanbindung wieder ein Entscheidungskriterium sein.
10.Das Bahnhofs- und ehemalige Bahnpostgelände wird Zeitgleich für Investoren in der Wertigkeit steigen. Im Bereich des Bahnhofes bzw. Bahnhofsumfeldes sollten unbedingt Parkhäuser (Für PR und Fahrräder) in die Planungen einbezogen werden. Im Umfeld gibt es dafür sehr viele Ansiedlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.
11.Für die Zukunft des Kasernengeländes kann die kurze Anbindung zum Bahnhof ebenfalls ein wichtiger Entwicklungsfaktor werden. Aus den Reihen der Unabhängigen Wählervereinigung „Bürger für Zwickau“ kommt der Vorschlag, diesen Komplex als Bildungszentrum zu entwickeln. Die Gebäude der ehemaligen Kaserne bieten für die Erfordernisse einer solchen Einrichtung gute Voraussetzungen. Ein Hochschul- oder Universitätsstandort mit spezieller Behindertengerechter Einrichtung bzw. Gebäudeausrichtung (Durch die vorhandene großräumige und Barrierefreie Raum- und Flursituation) für eine größere Zahl behinderter Studenten wäre hier denkbar. Damit ist, für körperlich behinderte Schüler, die Straßenbahnverbindung (ohne Umsteigen) zum und vom Bahnhof wiederum von großer Bedeutung.
12.Die Straßenbahn ermöglicht den Transport der Fußballfans zum und vom neuen Stadion mit höherer Transportkapazität (evtl. einen Wagon mehr anhängen). Es können auch Polizisten den Transport begleiten. In Bussen können diese nicht zu Randalierern vordringen. In der Straßenbahn geht dies jedoch.
13.Die Haltestelle Brunnenstraße würde entfallen. Durch den Niedergang der großen Industriebetriebe hat sich dort der Bedarf auf ein Minimum reduziert. Für die sehr wenigen Fahrgäste ist die fußläufige Erreichbarkeit der Haltestellen auf der Bahnhofstraße zumutbar. Bereits jetzt nutzen die Einwohner bevorzugt die Haltestellen der Bahnhofstraße. Die Werdauer Straße hat eine große Verkehrsbelastung. Über den Wegfall des Straßenbahnverkehrs kann der Verkehrsfluss positiv beeinflusst werden. Das Nadelöhr am Viadukt, die Verkehrssituation an der Kreuzung Kaserne und an der Kreuzung Sparkasse würde entlastet. Am Knotenpunkt Georgenplatz entfällt die unübersichtliche und für Gäste der Stadt verunsichernde Haltestellensituation. Jahrelang ist der Streckenabschnitt zwischen Kaserne und Georgenplatz außerordentlich häufig eine Baustelle (2015 wieder mit zwei Baustellen belastet). Es ist eine sehr kostenintensive Strecke. Durch die Stilllegung dieses Streckenabschnittes entfällt der Kostenaufwand zum Streckenerhalt und der Betreibung.

Die Umweltproblematik ist hier, für uns, ein wesentlicher Faktor
Die Parkplatzsituation, vom Bedarf bis hin zur Unterhaltung kann verbessert werden. Damit wird eine Ausgabenminimierung im Unterhaltungsaufwand (bis hin zur Fahrbahnmarkierung) möglich.
Das verringerte Verkehrsaufkommen verbessert die Umweltbedingungen im Stadtgebiet. Auch hier ist mit einer erheblichen Situationsverbesserung zu rechnen.
Die Entlastung der Parksituation vor den Krankenhäusern ist ebenfalls ein zu beachtender Verkehrs- und Umweltfaktor.
Humoristische Anmerkung: Ein Bürger machte uns darauf aufmerksam, dass die Straßenbahn für die jungen Leute keine Rolle spielen würde. Darauf ein Mitstreiter: „Je mehr ältere Kfz- Führer mit schlechten Augen und übervorsichtigem Fahrverhalten auf die Straßenbahn umsteigen, um so mehr Platz haben die Jüngeren auf den Straßen!“ Ernsthaft angemerkt: Bei uns haben sich viele Junge Bürger/innen (insbesondere junge Familien mit Kindern) für die verbesserte Straßenbahnführung ausgesprochen.

Der Fahrgastbeirat FGB hat in einem Brief an die Oberbürgermeisterin u.a. folgende Aussagen getroffen:
„Der Fahrgastbeirat vertritt den Standpunkt, dass für das Oberzentrum Zwickau eine effektive Anbindung des Hauptbahnhofes an das ÖPNV-Netz zwingend erforderlich ist.“
„Ziel und zentraler Bestandteil des ÖPNV-Konzeptes war „die Stärkung der Straßenbahn als Rückgrat des Zwickauer ÖPNV-Systems und die Integration des Hauptbahnhofes in das Netz“. Eine Einstellung der Straßenbahnlinien zwischen Georgenplatz und Hauptbahnhof verringert die Attraktivität des Zwickauer ÖPNV erheblich und ist mit dem beschlossenen ÖPNV-Konzept nicht vereinbar. Wir halten es deshalb für erforderlich, die Planungen für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes unter Beibehaltung der Gleisanbindung schnellstmöglich fortzuführen.“ (Ende der Auszüge) Der ÖPNV Kongress Freiburg 2015 ist dazu ein gutes Fenster zur derzeitigen Situation.

Wien bei ÖPNV und Wohnungsbau vorbildlich (Auszug aus Publikation)
Ortswechsel: Wien. Nicht nur beim Wohnungsbau, auch beim Nahverkehr ist die Stadt Vorbild. 39 Prozent aller Wege werden inzwischen per Bus und Bahn zurückgelegt. Keine deutsche Stadt hat einen so hohen Anteil. Der Wien hat die Straßenbahn nicht abgeschafft wie viele deutsche Kommunen, sondern modernisiert. Der Anteil der Fahrgäste hat sich glatt verdoppelt. Sagt Verkehrsplaner Hermann Knoflacher (einer der Väter des Erfolgs).
"Das Auto wird auch als parkendes Auto aus den Straßenräumen verschwinden müssen. Das heißt: In den Straßenräumen wird man sich wieder sicher und frei bewegen können, die Kinder werden wieder Fußball spielen wie es seinerzeit war, als ich als Student nach Wien gekommen bin. Es entstehen Sozialbeziehungen und es entstehen wieder Geschäfte", resümmiert Verkehrsplaner Hermann Knoflacher.

Für einen Euro am Tag Bus und Bahn fahren
Fast revolutionär das Tarifsystem. Eine Jahreskarte kostet nur noch 365 Euro. Einen Euro pro Tag. Jeder dritte Wiener besitzt heute eine Dauerkarte. Die Taktzeiten: kurz. Die Linien: pünktlich. Und die Leute sind zufrieden. Davon kann man in vielen deutschen Städten nur träumen. Die Straßenbahn hat Vorfahrt. In fast allen Bezirken wird eine Parkgebühr erhoben. Aber die Bürger bekommen auch etwas dafür: Die Einnahmen fließen direkt in die Straßen- und U-Bahnen. "Damit kommt Geld in die Kassen, und mit diesem Geld kann ich die Stadt umbauen. Und wenn ich die Stadt umbaue, brauche ich nicht mehr politisch zu befürchten, dass die Bürger mich abwählen, weil an den guten Beispielen bekommen sie einen Geschmack dafür, wie die zukünftige Stadt aussehen kann. Und das möchte dann jeder haben, denn jeder Mensch ist froh, wenn sich seine Kinder in einem sicheren Umfeld bewegen, wenn er reine Luft atmen kann, wenn er die Fenster zur Straße öffnen kann", so Verkehrsplaner Hermann Knoflacher.

Günter Weithaas - Vertrauensmann BfZ und Geschäftsführer Fraktion BfZ/Grüne

 Straßenbahnanbindung Bahnhof Kaserne aktuell 2.pdf


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